Es gibt ein Weinen, das niemand hört.
Kein Laut verlässt deine Lippen und doch bebt etwas tief in dir.
Wie ein leiser Ruf aus einer unsichtbaren Tiefe.
Wenn die Seele weint, wird alles weiter.
Empfindsamer.
Zarter.
Vielleicht fühlst du eine Schwere, die sich nicht erklären lässt.
Vielleicht eine Sehnsucht nach etwas, das keinen Namen trägt.
Oder eine Müdigkeit, die nicht vom Körper kommt, sondern vom Tragen all dessen, was unausgesprochen blieb.
Die Seele weint, wenn sie berührt ist.
Wenn sie sich erinnert, wer du wirklich bist.
Wenn sie sich nach Wahrheit sehnt.
Nach Liebe.
Nach Echtheit.
Dieses Weinen ist heilig.
Es ist kein Zerbrechen, es ist ein Öffnen.
Kein Verlust, sondern ein Heimkehren zu dir selbst.
Erlaube dir weich zu werden.
Lehne dich an deinen eigenen Atem.
Spüre, wie er kommt und geht, wie eine liebevolle Hand auf deinem Herzen.
Du musst nichts erklären.
Du musst nichts leisten.
Du darfst einfach fühlen.
Denn in jeder Träne liegt ein Same der Heilung.
In jeder Erschütterung ein neues Erwachen.
Und in jeder dunklen Stunde wartet ein sanftes Licht, das nur darauf wartet, von dir bemerkt zu werden.
Wenn die Seele weint,
dann liebt sie.
Dann reinigt sie.
Dann bereitet sie dich darauf vor, weiter zu wachsen.
Halte dich selbst in Güte.
Sprich sanft mit dir.
Und vertraue darauf, dass selbst in deiner Verletzlichkeit eine tiefe, leuchtende Kraft wohnt.
Du bist getragen.
Auch jetzt.
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